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Mein erster Bock und gleich ein Hegeabschuss

von Tim-Achim A. aus Dortmund

Ich folgte im Juli 2022 nach bestandener Jagdscheinprüfung einer Jagdeinladung ins Revier meines Onkel auf einen Jährlingsbock nach Westerstede.

Wie sagt man es so schön? „Und plötzlich stand er da...“ Ein starker Bock, der reges Interesse an den Ricken zeigte. Ein tolles Naturschauspiel, für meine jagdlichen Interessen aber nicht der Rede wert. Also wieder zurücklehnen und kurz schlummern. Die Sicht besserte sich gemächlich auf 150m und die Sonne machte sich auf der Wiese bemerkbar.

Besagter Bock stand breit, äugte in meine Richtung und erst da sah ich durchs Glas: ein Tennisball-großer Wucher am Äser, der das rechte Licht regelrecht zuquellen ließ!

Es blieb mir keine andere Wahl, mich augenblicklich mit meinem Onkel in Verbindung zu setzen. Situation geschildert, Onkel war wach, kurze Zeit später:“Hegeabschuss“...

Als wenn der Bock mitgelesen hätte, zog er sich zurück und ließ hinter mehreren Birken auf sich warten. Eine kurze Zeit später ließ der einsilbige Monolog meiner Büchse den Bock zeichnen, aber auch in unwegsames Gelände flüchten.

5 Minuten gewartet, Anschuss verbrochen, Hundeführer informiert und auf einmal waren 2/3 der hiesigen Jäger auf den Beinen.

Der Bock flüchtete noch etwa 20 Meter. Bei ihm wurde schnell eine Strahlenpilzinfektion diagnostiziert.